Die wichtigsten Fakten
- 📊0 offene Stellen heute
- 🏢0 Arbeitgeber aktiv
- 📍0 Städte mit Ausschreibungen
- 💶– € Ø Vergütung im 1. LJ
- 📈––– € Gehaltsspanne
- ⏱3–3,5 Jahre Ausbildungsdauer
Arbeitsmarkt & Chancen
Die Bundesagentur für Arbeit weist diesen Bereich als Engpass aus — Betriebe finden zu wenige passende Bewerber. Für dich heißt das: deutlich bessere Chancen auf Zusagen, Verhandlungsspielraum bei Vergütung und häufiger Übernahmegarantien.
Quellen: Bundesagentur für Arbeit (Fachkräfteengpassanalyse 2025), IAB Arbeitsmarktberichterstattung, BIBB Datenreport 2024.
Offene Stellen — tagesaktuell
Jede Stelle geht direkt zur Original-Ausschreibung beim Arbeitgeber. Keine Zwischenseiten, keine Datenweitergabe ohne Einwilligung.
Aktuell keine offenen Stellen in dieser Kombination.
Neue Ausschreibungen kommen täglich dazu. Versuche unten eine breitere Suche.
Fachrichtungen — wähle deinen Schwerpunkt
Die Ausbildung als Pflegefachkraft gibt es nicht als Einheitsbrei. Je nach Betrieb und deinem Interesse spezialisierst du dich ab dem 2. Lehrjahr in eine der folgenden Fachrichtungen. Der Prozentsatz zeigt, wie viele Azubis deutschlandweit diese Richtung wählen (BIBB 2024).
Altenpflege
Versorgung älterer Menschen in Pflegeheimen oder ambulanten Pflegediensten. Langfristige Beziehungen zu Patienten. Mehr Beziehung, weniger Akut-Druck als in der Klinik.
Krankenpflege (Allgemein)
Versorgung auf Allgemeinstationen im Krankenhaus. Schnelle Patientenwechsel, Schichtdienst, enge Teamarbeit mit Ärzten. Höheres Tempo und technisches Spektrum.
Kinderkrankenpflege
Pflege von Frühgeborenen, Kleinkindern und Jugendlichen. Zusätzlicher Fokus auf entwicklungsgerechte Versorgung und Elternarbeit. Eigene Weiterbildung nach Grundausbildung.
Intensivpflege
Überwachung und Pflege schwerstkranker Patienten. Erfordert Fachweiterbildung nach der Grundausbildung (2 Jahre berufsbegleitend). Hohes technisches Niveau.
OP-Pflege
Vor- und Nachbereitung von Operationen, Instrumentiertätigkeit. Fachweiterbildung nach Grundausbildung. Sehr standardisiertes Arbeiten.
So entwickelt sich dein Ausbildungsgehalt
Median aus aktuellen Ausschreibungen plus Tarif-Referenzen (IG Metall, ver.di, AVR). Tarifgebundene Betriebe zahlen am oberen Ende.
Alle Angaben €/Monat brutto. 13. Gehalt, Urlaubsgeld und Fahrtkosten kommen oft zusätzlich.
Was bleibt am Monatsende übrig?
Wähle dein Lehrjahr und siehe, wie sich brutto → netto → nach Miete entwickelt. Alle Zahlen €/Monat, Steuerklasse I, NRW, keine Kirchensteuer, Krankenversicherung 7,85 %.
Verdienst du weniger als den BAB-Bedarfssatz (bis 781 €/Mon), hast du meist Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe — berechne deinen Anspruch auf arbeitsagentur.de/bab.
Was deine Ausbildungsvergütung beeinflusst
Drei Faktoren bestimmen fast komplett, was du am Monatsende auf dem Konto siehst: die Tarifbindung des Betriebs, deine Branche und das Bundesland. Standort-spezifische Zuschläge sind selten — der Tarifvertrag dominiert.
Tarifgebunden vs. nicht-tarifgebunden
Tarifgebundene Betriebe zahlen laut IG-Metall-, ver.di- oder AVR-Tarif deutlich über dem Mindestsatz. Der Unterschied: schnell 200–400 €/Monat mehr. Die Zahl tarifgebundener Betriebe in Deutschland sinkt aber (DGB-Index-Zahl 2024: ~52 % aller Beschäftigten).
- Tarif Plus: 100–125 % des Branchen-Medians.
- Ohne Tarif: 75–90 % des Branchen-Medians.
Ost vs. West
Seit 2024 gilt die Angleichung zwischen Ost und West bei den meisten Tarifverträgen — die Unterschiede sind auf 3–8 % geschrumpft. In manchen Branchen (Handwerk, Einzelhandel) existieren weiter gültige Ost-Tarife mit 5–10 % weniger.
- West: Volle Tarifhöhe.
- Ost: 90–97 % der West-Tariflinie.
Extras & Zusatzleistungen
Aufs Grundgehalt kommen je nach Betrieb noch:
- 13. Gehalt / Weihnachtsgeld: 50–100 % eines Monatsgehalts (tarifgebunden Standard).
- Urlaubsgeld: 30–60 % eines Monatsgehalts.
- Fahrtkostenzuschuss: 30–80 €/Monat; mit Deutschland-Ticket oft ersetzt.
- Vermögenswirksame Leistungen: 26,59–40 €/Monat, steuerlich begünstigt.
- Übernahmeprämie: Bei Tarifbetrieben oft 300–1.500 € nach bestandener Abschlussprüfung.
Karriereleiter — 4 realistische Wege
Mit abgeschlossener Ausbildung als Physiotherapeut/-in hast du die Wahl zwischen vier klassischen Pfaden. Welcher zu dir passt, hängt von deinem Interesse (führen vs. tiefer spezialisieren) und deiner Zeitinvestitions-Bereitschaft ab.
Facharbeiter/-in
Du arbeitest in deinem Beruf weiter und entwickelst dich tief in deinem Fach. Ideal, wenn dir operative Arbeit Spaß macht und Führung nicht dein Ziel ist.
Meister/-in oder Fachwirt/-in
Du lernst Mitarbeiterführung, Betriebswirtschaft, Recht. Voraussetzung für eigenen Betrieb (Handwerk) und oft Eintrittskarte für mittleres Management.
Techniker/-in oder Bachelor
Du spezialisierst dich auf Ingenieurs- oder Fachnahe-Themen. Öffnet Türen in Entwicklung, Projektmanagement, Consulting.
Eigener Betrieb
Mehr Verantwortung, mehr Risiko, maximale Freiheit. Viele starten zunächst als Selbstständige nebenberuflich.
Konkrete Spezialisierungen & Karrierewege
Als Pflegefachkraft stehen dir nach der Ausbildung diese Rollen offen — mit realistischen Einstiegsgehältern und der Zeit, die du typisch brauchst, um dort hinzukommen.
So sieht ein typischer Azubi-Tag aus
Übergabe von der Nachtschicht.
Morgentoilette und Mobilisation der Bewohner.
Frühstück verteilen + Medikamentenvergabe.
Pflegedokumentation — jeder Kontakt wird protokolliert.
Mittagessen.
Therapie- und Beschäftigungsangebote.
Übergabe an die Spätschicht.
Konkret variiert der Ablauf je nach Lehrjahr, Betrieb und Abteilung.
Ausbildung vs. Studium — Physiotherapeut/-in
- ✓ Vergütung ab Tag 1 (950–1.340 €/Mon)
- ✓ 3–3,5 Jahre bis IHK-Abschluss
- ✓ Praxis ab Woche 1, keine graue Theorie
- ✓ Übernahmechancen + Tarifbindung oft
- ✗ Aufstieg dauert ohne Weiterbildung länger
- ✓ Höhere Einstiegsgehälter nach Abschluss
- ✓ Mehr Spezialisierungen
- ✗ 3–5 Jahre BAföG statt Gehalt
- ✗ Praxisbezug erst spät
- ✗ Abbrecherquote höher
- ✓ Vergütung + Studium kombiniert
- ✓ IHK + Bachelor parallel
- ✓ Feste Anstellung nach Abschluss üblich
- ✗ Hoher Zeit- und Lernaufwand
- ✗ Weniger Flexibilität bei Studiengangswahl
Bewerbungstipps — was wirklich zählt
Die Ausbildungsmarkt-Realität 2025/26: Betriebe finden weniger Bewerber, als sie besetzen wollen. Das heißt: Selbst ein mittlerer Notendurchschnitt reicht oft, wenn die Bewerbung stimmt. Hier die vier Hebel, die statistisch am meisten zum Vorstellungsgespräch führen.
Anschreiben: Beruf nennen, Betrieb nennen, Motivation
3 kurze Absätze. Absatz 1: Warum genau dieser Beruf — nicht „die Branche allgemein". Absatz 2: Warum genau dieser Betrieb — eine konkrete Sache, die du bei ihm gut findest. Absatz 3: Was du mitbringst — ein bis zwei konkrete Stärken mit Beispiel.
Lebenslauf: tabellarisch, 1 Seite, ehrlich
Kontaktdaten, Ausbildungsstand, Praktika mit Zeitraum und Aufgabe, relevante Hobbys. Lücken nicht verschweigen — lieber kurz erklären (1 Satz reicht). Foto ist optional seit 2006; wenn du eins nimmst, dann professionell (nicht Urlaubsbild).
Zeugnisse: die letzten zwei
Das aktuellste Halbjahres- oder Jahreszeugnis plus das davor. Bei mittleren Noten: ein motiviertes Anschreiben und ein Praktikum machen oft mehr Unterschied als der Notendurchschnitt. Viele Betriebe werten Mathe, Deutsch und ein fachnahes Fach — die anderen Noten weniger stark.
Vorstellungsgespräch: Fragen vorbereiten
Erwarte: „Warum dieser Beruf?", „Was weißt du über uns?", „Wo siehst du dich in 5 Jahren?". Dein Trumpf: eigene Fragen stellen. Gute Fragen: Übernahmequote der letzten Jahrgänge, Rotation durch die Abteilungen, Weiterbildungsbudget. Schlechte Fragen: nur Urlaub und Gehalt.
Bewerbung vorbereiten — in 3 Schritten
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Physiotherapeut/-in?+
Was verdient man als Physiotherapeut/-in in der Ausbildung?+
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Ausbildung als Physiotherapeut/-in?+
Wie hoch ist die Übernahmechance nach der Ausbildung als Physiotherapeut/-in?+
Wie bewerbe ich mich auf eine Ausbildungsstelle als Physiotherapeut/-in?+
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung als Physiotherapeut/-in?+
Ist die Ausbildung als Physiotherapeut/-in schwer?+
Woher stammen die Daten?
- Offene Stellen — Deine Traumausbildung-Feed, tagesaktuell, jede Stelle direkt zur Original-Ausschreibung.
- Vergütung — Median aus aktuellen Ausschreibungen, plus IG-Metall-, ver.di- und AVR-Tariftabellen.
- Engpass-Kennzahlen — BA Fachkräfteengpassanalyse 2025 und IAB-Arbeitsmarktberichterstattung.
- Schulabschluss-Mix — Anforderungen aus den aktuellen Ausschreibungen selbst.
Wie entsteht die Gehaltsspanne als Physiotherapeut/-in?
Der größte Hebel ist die Tarifbindung. Betriebe in der IG-Metall-Zone (Automotive, Maschinenbau) oder im öffentlichen Dienst (TVöD, AVR) zahlen typischerweise am oberen Ende der hier gezeigten Spanne. Nicht-tarifgebundene Klein- und Mittelbetriebe liegen oft 15–25 % darunter. Der zweitgrößte Hebel ist die Branche — IT und Bank zahlen meist besser als Handwerk, Pflege oder Gastronomie.
Was kommt zusätzlich aufs Ausbildungsgehalt drauf?
- Urlaubs- und Weihnachtsgeld: 50–100 % eines Monatsgehalts, bei tarifgebundenen Betrieben Standard.
- Fahrtkostenzuschuss: 30–80 € monatlich in vielen Branchen.
- Vermögenswirksame Leistungen: 26,59–40 € monatlich, steuerlich begünstigt.
- Essensgeld oder Kantine: Wenn der Betrieb eine Kantine hat, zahlst du meist nur 2–4 € pro Mahlzeit.
- Übernahmeprämie: Bei vielen Tarifen 300–1.500 € bei erfolgreicher Abschlussprüfung.
Gehalt nach der Ausbildung
Nach dem IHK-Abschluss steigt dein Gehalt sprunghaft — typisch 2.400–3.200 € brutto im ersten Jahr als Fachkraft, deutlich mehr in Tarifbranchen. Nach weiterem Aufstieg (Techniker, Meister, Fachwirt) sind nach 5–7 Jahren 3.500–4.500 € realistisch.
Verhandlungstipps für dein Ausbildungsgehalt
Wenn dein Betrieb nicht tarifgebunden ist: prüfe, welcher Tarifvertrag für die Branche gelten würde (990–1194 € im ersten Lehrjahr), und nutze das als Anker im Gespräch. Bei Engpassberufen ist der Verhandlungsspielraum oft höher, als Betriebe zugeben.