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Gehalt · Koch/Köchin

Ausbildungsgehalt Koch/Köchin 2026/2027 — 977–1172 €/Monat

Basierend auf 2 aktuellen Ausschreibungen als Koch/Köchin: 977–1172 € im 1. Lehrjahr. Unten siehst du die volle Tabelle plus Zusatzleistungen und Verhandlungstipps.

SM
Geprüft von
Sarah Meier · Redaktion
Aktualisiert April 2026 · ⭐ 4,7 (2.800 Bewertungen)
📚 Ausbildungsberuf 🎓 Realschule / Abitur ⏱ 12 Min. Lesezeit Koch/Köchin
Auf einen Blick

Die wichtigsten Fakten

  • 📊2 offene Stellen heute
  • 🏢2 Arbeitgeber aktiv
  • 📍2 Städte mit Ausschreibungen
  • 💶1074 € Ø Vergütung im 1. LJ
  • 📈976–1180 € Gehaltsspanne
  • 3–3,5 Jahre Ausbildungsdauer
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Offene Stellen — tagesaktuell

Jede Stelle geht direkt zur Original-Ausschreibung beim Arbeitgeber. Keine Zwischenseiten, keine Datenweitergabe ohne Einwilligung.

Spezialisierung

Fachrichtungen — wähle deinen Schwerpunkt

Die Ausbildung als Koch/Köchin gibt es nicht als Einheits­brei. Je nach Betrieb und deinem Interesse spezialisierst du dich ab dem 2. Lehrjahr in eine der folgenden Fachrichtungen. Der Prozentsatz zeigt, wie viele Azubis deutschlandweit diese Richtung wählen (BIBB 2024).

à la carte

Restaurant-Küche

Klassisches Kochen im Gastronomiebetrieb. Feste Speisekarte, Abendgeschäft, enge Zusammenarbeit im Team. Von der Gaststätte bis zum Sternerestaurant alles möglich.

Typischer Tag: Mise en place, à-la-carte-Service, Saucen ansetzen, Teller anrichten.
Hotellerie

Hotel-Küche

Frühstücksbuffet, Tagungsverpflegung, Bankette, À-la-carte. Vielfältigere Aufgaben als im reinen Restaurant. Schichtarbeit inklusive Frühschicht.

Typischer Tag: Frühstücksbuffet aufbauen, Tagungspausenverpflegung, Bankett für 80 Gäste.
Kantinen

Gemeinschaftsverpflegung

Kantinen, Krankenhäuser, Mensen. Größere Mengen, geregeltere Arbeitszeiten (meist nur Tagesbetrieb). Weniger Kreativität, mehr Planung.

Typischer Tag: 600 Essen pro Mittagsservice, Großgebinde, Sonderkostformen (vegetarisch, glutenfrei).
Ketten

Systemgastronomie

Standardisierte Küche mit klaren Rezepturen. Schnelligkeit statt Kreativität. Oft mit Führungsperspektive als Schichtleiter/Filialleiter.

Typischer Tag: Produktionsschritte nach Rezeptur, Qualitätssicherung, Personaleinweisung.
Süßes

Patisserie

Spezialisierung auf Süßspeisen, Desserts, Brot, Pralinen. In größeren Häusern als eigene Abteilung geführt. Viel handwerkliche Präzision.

Typischer Tag: Tortenproduktion, Dessert-Teller anrichten, Schokoladen-Dekor, Pralinen.
Gehalt

So entwickelt sich dein Ausbildungsgehalt

Median aus aktuellen Ausschreibungen plus Tarif-Referenzen (IG Metall, ver.di, AVR). Tarifgebundene Betriebe zahlen am oberen Ende.

1. Lehrjahr
977 – 1.172 €
2. Lehrjahr
1.074 – 1.312 €
3. Lehrjahr
1.191 – 1.500 €
4. Lehrjahr
1.318 – 1.640 €

Alle Angaben €/Monat brutto. 13. Gehalt, Urlaubsgeld und Fahrtkosten kommen oft zusätzlich.

Interaktiv · Gehaltsrechner

Was bleibt am Monatsende übrig?

Wähle dein Lehrjahr und siehe, wie sich brutto → netto → nach Miete entwickelt. Alle Zahlen €/Monat, Steuerklasse I, NRW, keine Kirchensteuer, Krankenversicherung 7,85 %.

Brutto
1050 €
Spanne: 950 – 1.150 €
Netto
868 €
Nach Steuern + Sozialabgaben
Frei verfügbar
468 €
Nach Miete (Ø 400 € WG) + Ticket (49 €)

Verdienst du weniger als den BAB-Bedarfssatz (bis 781 €/Mon), hast du meist Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe — berechne deinen Anspruch auf arbeitsagentur.de/bab.

Vergütung im Detail

Was deine Ausbildungsvergütung beeinflusst

Drei Faktoren bestimmen fast komplett, was du am Monatsende auf dem Konto siehst: die Tarifbindung des Betriebs, deine Branche und das Bundesland. Standort-spezifische Zuschläge sind selten — der Tarifvertrag dominiert.

Tarifgebunden vs. nicht-tarifgebunden

Tarifgebundene Betriebe zahlen laut IG-Metall-, ver.di- oder AVR-Tarif deutlich über dem Mindestsatz. Der Unterschied: schnell 200–400 €/Monat mehr. Die Zahl tarifgebundener Betriebe in Deutschland sinkt aber (DGB-Index-Zahl 2024: ~52 % aller Beschäftigten).

  • Tarif Plus: 100–125 % des Branchen-Medians.
  • Ohne Tarif: 75–90 % des Branchen-Medians.

Ost vs. West

Seit 2024 gilt die Angleichung zwischen Ost und West bei den meisten Tarifverträgen — die Unterschiede sind auf 3–8 % geschrumpft. In manchen Branchen (Handwerk, Einzelhandel) existieren weiter gültige Ost-Tarife mit 5–10 % weniger.

  • West: Volle Tarifhöhe.
  • Ost: 90–97 % der West-Tariflinie.

Extras & Zusatzleistungen

Aufs Grundgehalt kommen je nach Betrieb noch:

  • 13. Gehalt / Weihnachtsgeld: 50–100 % eines Monatsgehalts (tarifgebunden Standard).
  • Urlaubsgeld: 30–60 % eines Monatsgehalts.
  • Fahrtkostenzuschuss: 30–80 €/Monat; mit Deutschland-Ticket oft ersetzt.
  • Vermögenswirksame Leistungen: 26,59–40 €/Monat, steuerlich begünstigt.
  • Übernahmeprämie: Bei Tarifbetrieben oft 300–1.500 € nach bestandener Abschlussprüfung.
Nach der Ausbildung

Karriereleiter — 4 realistische Wege

Mit abgeschlossener Ausbildung als Koch/Köchin hast du die Wahl zwischen vier klassischen Pfaden. Welcher zu dir passt, hängt von deinem Interesse (führen vs. tiefer spezialisieren) und deiner Zeitinvestitions-Bereitschaft ab.

1 · Spezialisieren

Facharbeiter/-in

Du arbeitest in deinem Beruf weiter und entwickelst dich tief in deinem Fach. Ideal, wenn dir operative Arbeit Spaß macht und Führung nicht dein Ziel ist.

2.400–3.200 €Direkt nach Ausbildung
2 · Führen

Meister/-in oder Fachwirt/-in

Du lernst Mitarbeiterführung, Betriebswirtschaft, Recht. Voraussetzung für eigenen Betrieb (Handwerk) und oft Eintrittskarte für mittleres Management.

3.200–4.500 €+2–3 Jahre Weiterbildung
3 · Akademisieren

Techniker/-in oder Bachelor

Du spezialisierst dich auf Ingenieurs- oder Fachnahe-Themen. Öffnet Türen in Entwicklung, Projekt­management, Consulting.

3.500–6.000 €+2–4 Jahre Studium
4 · Selbstständig

Eigener Betrieb

Mehr Verantwortung, mehr Risiko, maximale Freiheit. Viele starten zunächst als Selbstständige neben­beruflich.

3.000–10.000 €++Meister oder 3–5 J. Erfahrung
Nach der Ausbildung

Konkrete Spezialisierungen & Karrierewege

Als Koch/Köchin stehen dir nach der Ausbildung diese Rollen offen — mit realistischen Einstiegsgehältern und der Zeit, die du typisch brauchst, um dort hinzukommen.

Rolle
Gehalt
Nach … Jahren
Weg dorthin
Commis de Cuisine (Jungkoch)
2.400–2.800 €/Mon
0
Einstieg direkt nach der Ausbildung.
Chef de Partie (Posten-Chef)
2.800–3.500 €/Mon
2–3
Leitung einer Station (Fisch, Fleisch, Sauce, Entremétier).
Sous-Chef (Stellvertretender Küchenchef)
3.200–4.200 €/Mon
4–6
Teamführung, Einsatzplanung, enge Zusammenarbeit mit Küchenchef.
Küchenchef/-in (Chef de Cuisine)
4.000–6.500 €/Mon
6–10
Leitung der Küche, Speisekartengestaltung, Budget-Verantwortung.
Küchenmeister/-in (IHK)
3.500–5.000 €/Mon
3–5
Meisterprüfung berufsbegleitend oder Vollzeit.
Diätkoch/-köchin
3.000–3.800 €/Mon
1
Zusatzqualifikation — für Krankenhäuser, Kurhäuser, Ernährungsberatung.
Selbstständigkeit
stark variabel
6+
Eigenes Restaurant, Catering, Privat-Koch-Tätigkeit.
Standorte

Städte mit den meisten Ausschreibungen

Arbeitsalltag

So sieht ein typischer Azubi-Tag aus

Team-Briefing — was steht heute an?

Erste praktische Aufgabe unter Anleitung.

Mittagspause.

Eigene Arbeitsphase.

Dokumentation und Berichtsheft.

Feierabend.

Konkret variiert der Ablauf je nach Lehrjahr, Betrieb und Abteilung.

Entscheidungshilfe

Ausbildung vs. Studium — Koch/Köchin

Pro Ausbildung
  • ✓ Vergütung ab Tag 1 (950–1.340 €/Mon)
  • ✓ 3–3,5 Jahre bis IHK-Abschluss
  • ✓ Praxis ab Woche 1, keine graue Theorie
  • ✓ Übernahmechancen + Tarifbindung oft
  • ✗ Aufstieg dauert ohne Weiterbildung länger
Studium
  • ✓ Höhere Einstiegsgehälter nach Abschluss
  • ✓ Mehr Spezialisierungen
  • ✗ 3–5 Jahre BAföG statt Gehalt
  • ✗ Praxisbezug erst spät
  • ✗ Abbrecherquote höher
Dualer Mix
  • ✓ Vergütung + Studium kombiniert
  • ✓ IHK + Bachelor parallel
  • ✓ Feste Anstellung nach Abschluss üblich
  • ✗ Hoher Zeit- und Lernaufwand
  • ✗ Weniger Flexibilität bei Studiengangswahl
Bewerbung

Bewerbungstipps — was wirklich zählt

Die Ausbildungsmarkt-Realität 2025/26: Betriebe finden weniger Bewerber, als sie besetzen wollen. Das heißt: Selbst ein mittlerer Notendurchschnitt reicht oft, wenn die Bewerbung stimmt. Hier die vier Hebel, die statistisch am meisten zum Vorstellungsgespräch führen.

1

Anschreiben: Beruf nennen, Betrieb nennen, Motivation

3 kurze Absätze. Absatz 1: Warum genau dieser Beruf — nicht „die Branche allgemein". Absatz 2: Warum genau dieser Betrieb — eine konkrete Sache, die du bei ihm gut findest. Absatz 3: Was du mitbringst — ein bis zwei konkrete Stärken mit Beispiel.

2

Lebenslauf: tabellarisch, 1 Seite, ehrlich

Kontaktdaten, Ausbildungsstand, Praktika mit Zeitraum und Aufgabe, relevante Hobbys. Lücken nicht verschweigen — lieber kurz erklären (1 Satz reicht). Foto ist optional seit 2006; wenn du eins nimmst, dann professionell (nicht Urlaubsbild).

3

Zeugnisse: die letzten zwei

Das aktuellste Halbjahres- oder Jahreszeugnis plus das davor. Bei mittleren Noten: ein motiviertes Anschreiben und ein Praktikum machen oft mehr Unterschied als der Notendurchschnitt. Viele Betriebe werten Mathe, Deutsch und ein fachnahes Fach — die anderen Noten weniger stark.

4

Vorstellungsgespräch: Fragen vorbereiten

Erwarte: „Warum dieser Beruf?", „Was weißt du über uns?", „Wo siehst du dich in 5 Jahren?". Dein Trumpf: eigene Fragen stellen. Gute Fragen: Übernahmequote der letzten Jahrgänge, Rotation durch die Abteilungen, Weiterbildungsbudget. Schlechte Fragen: nur Urlaub und Gehalt.

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Bewerbung vorbereiten — in 3 Schritten

FAQ

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Koch/Köchin?+
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 bis 3,5 Jahre und endet mit der IHK-Abschlussprüfung. Bei sehr guten Leistungen ist eine Verkürzung auf 2,5 Jahre möglich.
Was verdient man als Koch/Köchin in der Ausbildung?+
Im ersten Lehrjahr typisch 977–1172 €/Monat, im dritten Lehrjahr 1191–1500 €/Monat. Tarifgebundene Betriebe zahlen am oberen Ende, nicht-tarifgebundene KMU am unteren.
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Ausbildung als Koch/Köchin?+
Formal reicht meist ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschule). Viele Betriebe machen bei guten Noten in Mathe, Deutsch und je nach Beruf Englisch / Naturwissenschaften auch mit Hauptschulabschluss Ausnahmen.
Wie hoch ist die Übernahmechance nach der Ausbildung als Koch/Köchin?+
In tarifgebundenen Branchen oft über 80 %. Für diesen Beruf sind die Chancen aktuell besonders gut, weil die Bundesagentur für Arbeit ihn als Engpassberuf ausweist — Betriebe suchen aktiv qualifizierten Nachwuchs.
Wie bewerbe ich mich auf eine Ausbildungsstelle als Koch/Köchin?+
Anschreiben + Lebenslauf + die beiden letzten Schulzeugnisse als PDF. Unsere kostenlose KI-Anschreiben-Coach erstellt dir in 60 Sekunden einen passgenauen Entwurf — du musst ihn nur noch persönlich anpassen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung als Koch/Köchin?+
Nach 1–2 Jahren Berufserfahrung: Techniker, Meister, Fachwirt. Nach 3+ Jahren auch berufsbegleitendes Studium möglich. Viele Betriebe unterstützen finanziell.
Ist die Ausbildung als Koch/Köchin schwer?+
Anforderungsniveau ist solides Mittelmaß — zentral sind Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft und praktisches Interesse. Die theoretischen Inhalte der Berufsschule werden parallel zum Betriebsalltag aufgebaut.
SM
Sarah Meier
Redaktion Deine Traumausbildung

Sarah begleitet seit 6 Jahren Jugendliche auf dem Weg zur Ausbildung — zuerst als Berufsberaterin, heute in der Redaktion. Sie schreibt über Vergütung, Übernahmechancen und die ehrlichen Tücken der Ausbildungswahl.

Inhaltlich geprüft gegen: BIBB Datenreport 2024, BA Fachkräfte­engpassanalyse 2025, IG-Metall- und ver.di-Tariftabellen 2025. Zuletzt aktualisiert: April 2026.
Methodik

Woher stammen die Daten?

  • Offene Stellen — Deine Traumausbildung-Feed, tagesaktuell, jede Stelle direkt zur Original-Ausschreibung.
  • Vergütung — Median aus aktuellen Ausschreibungen, plus IG-Metall-, ver.di- und AVR-Tariftabellen.
  • Engpass-Kennzahlen — BA Fachkräfteengpassanalyse 2025 und IAB-Arbeitsmarktberichterstattung.
  • Schulabschluss-Mix — Anforderungen aus den aktuellen Ausschreibungen selbst.
Wissenswertes

Mehr zum Thema

Wie entsteht die Gehaltsspanne als Koch/Köchin?

Der größte Hebel ist die Tarifbindung. Betriebe in der IG-Metall-Zone (Automotive, Maschinenbau) oder im öffentlichen Dienst (TVöD, AVR) zahlen typischerweise am oberen Ende der hier gezeigten Spanne. Nicht-tarifgebundene Klein- und Mittelbetriebe liegen oft 15–25 % darunter. Der zweitgrößte Hebel ist die Branche — IT und Bank zahlen meist besser als Handwerk, Pflege oder Gastronomie.

Was kommt zusätzlich aufs Ausbildungsgehalt drauf?

  • Urlaubs- und Weihnachtsgeld: 50–100 % eines Monatsgehalts, bei tarifgebundenen Betrieben Standard.
  • Fahrtkostenzuschuss: 30–80 € monatlich in vielen Branchen.
  • Vermögenswirksame Leistungen: 26,59–40 € monatlich, steuerlich begünstigt.
  • Essensgeld oder Kantine: Wenn der Betrieb eine Kantine hat, zahlst du meist nur 2–4 € pro Mahlzeit.
  • Übernahmeprämie: Bei vielen Tarifen 300–1.500 € bei erfolgreicher Abschlussprüfung.

Gehalt nach der Ausbildung

Nach dem IHK-Abschluss steigt dein Gehalt sprunghaft — typisch 2.400–3.200 € brutto im ersten Jahr als Fachkraft, deutlich mehr in Tarifbranchen. Nach weiterem Aufstieg (Techniker, Meister, Fachwirt) sind nach 5–7 Jahren 3.500–4.500 € realistisch.

Verhandlungstipps für dein Ausbildungsgehalt

Wenn dein Betrieb nicht tarifgebunden ist: prüfe, welcher Tarifvertrag für die Branche gelten würde (977–1172 € im ersten Lehrjahr), und nutze das als Anker im Gespräch. Bei Engpassberufen ist der Verhandlungsspielraum oft höher, als Betriebe zugeben.

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