Die wichtigsten Fakten
- 📊0 offene Stellen heute
- 🏢0 Arbeitgeber aktiv
- 📍0 Städte mit Ausschreibungen
- 💶– € Ø Vergütung im 1. LJ
- 📈––– € Gehaltsspanne
- ⏱3–3,5 Jahre Ausbildungsdauer
Arbeitsmarkt & Chancen
Die Bundesagentur für Arbeit weist diesen Bereich als Engpass aus — Betriebe finden zu wenige passende Bewerber. Für dich heißt das: deutlich bessere Chancen auf Zusagen, Verhandlungsspielraum bei Vergütung und häufiger Übernahmegarantien.
Quellen: Bundesagentur für Arbeit (Fachkräfteengpassanalyse 2025), IAB Arbeitsmarktberichterstattung, BIBB Datenreport 2024.
Offene Stellen — tagesaktuell
Jede Stelle geht direkt zur Original-Ausschreibung beim Arbeitgeber. Keine Zwischenseiten, keine Datenweitergabe ohne Einwilligung.
Aktuell keine offenen Stellen in dieser Kombination.
Neue Ausschreibungen kommen täglich dazu. Versuche unten eine breitere Suche.
Ausbildungsinhalt — Jahr für Jahr
Dual bedeutet: abwechselnd Betrieb und Berufsschule, über 3 bis 3,5 Jahre. Der Rahmenlehrplan ist bundeseinheitlich geregelt — die konkreten Schwerpunkte variieren je Betrieb.
Grundlagen & Einstieg
Du lernst den Betrieb kennen, alle relevanten Abteilungen, Sicherheits- unterweisungen und die Grundtechniken deines Berufs. In der Berufsschule werden die Kerngrundlagen gelegt: Fachrechnen, Fachtheorie, Kundenkommunikation und Digitalkompetenz.
- Betrieb: Rotation durch die Abteilungen, erste begleitete Aufgaben, Werkzeug- und Materialkunde.
- Berufsschule: Blockunterricht 10–12 Wochen pro Jahr; Fachrechnen, Deutsch/Kommunikation, Fachtheorie.
- Ziel: Sichere Beherrschung der Grundtätigkeiten, erste selbstständige Aufgaben im 2. Halbjahr.
Eigenständige Aufgaben
Du übernimmst komplexere Arbeitsvorgänge, betreust kleinere Projekte von Anfang bis Ende und bekommst eine erste eigene Verantwortung. Parallel bereitest du dich auf die Zwischenprüfung vor (Ende 2. LJ).
- Betrieb: Projekt-Verantwortung, Einbindung in Kundenkontakt, komplexere Arbeitsabläufe.
- Berufsschule: Vertiefung der Fachtheorie, Lernfelder zu Spezialthemen des Berufs.
- Zwischenprüfung: IHK-Teil 1 mit schriftlichem + praktischem Teil; zählt mit 40 % zur Abschlussnote.
Selbstständiges Arbeiten
Im dritten Lehrjahr arbeitest du nahezu wie eine Fachkraft. Viele Betriebe lassen dich in dieser Phase auch einen Monat an einem anderen Standort hospitieren. Der Fokus liegt auf der Abschlussprüfung und der Übernahmevorbereitung.
- Betrieb: Eigene Projekte, Vertretung in Meetings, Einbindung in strategische Entscheidungen.
- Berufsschule: Prüfungsvorbereitung, Praxisprojekt-Ausarbeitung.
- Abschlussprüfung: IHK-Teil 2, schriftlich + praktisch; zählt mit 60 % zur Gesamtnote.
- Übernahmegespräch: Viele Betriebe klären 2–3 Monate vor Prüfungsende, ob und zu welchen Konditionen übernommen wird.
Zwischen- und Abschlussprüfung — Was dich erwartet
Der Großteil der anerkannten Ausbildungsberufe nutzt das gestreckte Prüfungsverfahren der IHK. Unten die Struktur — sie gilt mit kleinen Variationen für Friseur/-in.
Ende 2. Lehrjahr
- Schriftlich: 2 Prüfungsbereiche, je 60–120 min.
- Praktisch: 1 Arbeitsaufgabe mit Fachgespräch, 60–90 min.
- Gewichtung: 40 % der Gesamtnote.
- Vorbereitung: Meistens 1–2 Blockwochen an der Berufsschule plus Übungsaufgaben aus dem Betrieb.
Ende 3. Lehrjahr
- Schriftlich: 3 Prüfungsbereiche + Wirtschafts- & Sozialkunde; je 60–180 min.
- Praktisch: Praxisprojekt oder Kundenauftrag inkl. Dokumentation und Fachgespräch.
- Gewichtung: 60 % der Gesamtnote.
- Bestehen: Mindestens „ausreichend" (4,0) in allen Bereichen, sonst Nachprüfung möglich.
Alle Prüfungen werden von der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK) abgenommen. Die IHK stellt auch das Zeugnis aus, das deutschlandweit anerkannt ist und den Einstieg in weiterführende Qualifikationen (Meister, Techniker, Studium) öffnet.
Was bleibt am Monatsende übrig?
Wähle dein Lehrjahr und siehe, wie sich brutto → netto → nach Miete entwickelt. Alle Zahlen €/Monat, Steuerklasse I, NRW, keine Kirchensteuer, Krankenversicherung 7,85 %.
Verdienst du weniger als den BAB-Bedarfssatz (bis 781 €/Mon), hast du meist Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe — berechne deinen Anspruch auf arbeitsagentur.de/bab.
Was deine Ausbildungsvergütung beeinflusst
Drei Faktoren bestimmen fast komplett, was du am Monatsende auf dem Konto siehst: die Tarifbindung des Betriebs, deine Branche und das Bundesland. Standort-spezifische Zuschläge sind selten — der Tarifvertrag dominiert.
Tarifgebunden vs. nicht-tarifgebunden
Tarifgebundene Betriebe zahlen laut IG-Metall-, ver.di- oder AVR-Tarif deutlich über dem Mindestsatz. Der Unterschied: schnell 200–400 €/Monat mehr. Die Zahl tarifgebundener Betriebe in Deutschland sinkt aber (DGB-Index-Zahl 2024: ~52 % aller Beschäftigten).
- Tarif Plus: 100–125 % des Branchen-Medians.
- Ohne Tarif: 75–90 % des Branchen-Medians.
Ost vs. West
Seit 2024 gilt die Angleichung zwischen Ost und West bei den meisten Tarifverträgen — die Unterschiede sind auf 3–8 % geschrumpft. In manchen Branchen (Handwerk, Einzelhandel) existieren weiter gültige Ost-Tarife mit 5–10 % weniger.
- West: Volle Tarifhöhe.
- Ost: 90–97 % der West-Tariflinie.
Extras & Zusatzleistungen
Aufs Grundgehalt kommen je nach Betrieb noch:
- 13. Gehalt / Weihnachtsgeld: 50–100 % eines Monatsgehalts (tarifgebunden Standard).
- Urlaubsgeld: 30–60 % eines Monatsgehalts.
- Fahrtkostenzuschuss: 30–80 €/Monat; mit Deutschland-Ticket oft ersetzt.
- Vermögenswirksame Leistungen: 26,59–40 €/Monat, steuerlich begünstigt.
- Übernahmeprämie: Bei Tarifbetrieben oft 300–1.500 € nach bestandener Abschlussprüfung.
Karriereleiter — 4 realistische Wege
Mit abgeschlossener Ausbildung als Friseur/-in hast du die Wahl zwischen vier klassischen Pfaden. Welcher zu dir passt, hängt von deinem Interesse (führen vs. tiefer spezialisieren) und deiner Zeitinvestitions-Bereitschaft ab.
Facharbeiter/-in
Du arbeitest in deinem Beruf weiter und entwickelst dich tief in deinem Fach. Ideal, wenn dir operative Arbeit Spaß macht und Führung nicht dein Ziel ist.
Meister/-in oder Fachwirt/-in
Du lernst Mitarbeiterführung, Betriebswirtschaft, Recht. Voraussetzung für eigenen Betrieb (Handwerk) und oft Eintrittskarte für mittleres Management.
Techniker/-in oder Bachelor
Du spezialisierst dich auf Ingenieurs- oder Fachnahe-Themen. Öffnet Türen in Entwicklung, Projektmanagement, Consulting.
Eigener Betrieb
Mehr Verantwortung, mehr Risiko, maximale Freiheit. Viele starten zunächst als Selbstständige nebenberuflich.
Dein Realitäts-Check in 10 Sekunden
Gib deinen aktuellen Notendurchschnitt ein (z. B. 2,8). Wir zeigen dir, wie du in den offenen Ausschreibungen dieses Clusters einzuordnen bist — ohne Account, ohne Datenspeicherung.
So sieht ein typischer Azubi-Tag aus
Team-Briefing — was steht heute an?
Erste praktische Aufgabe unter Anleitung.
Mittagspause.
Eigene Arbeitsphase.
Dokumentation und Berichtsheft.
Feierabend.
Konkret variiert der Ablauf je nach Lehrjahr, Betrieb und Abteilung.
Bewerbungstipps — was wirklich zählt
Die Ausbildungsmarkt-Realität 2025/26: Betriebe finden weniger Bewerber, als sie besetzen wollen. Das heißt: Selbst ein mittlerer Notendurchschnitt reicht oft, wenn die Bewerbung stimmt. Hier die vier Hebel, die statistisch am meisten zum Vorstellungsgespräch führen.
Anschreiben: Beruf nennen, Betrieb nennen, Motivation
3 kurze Absätze. Absatz 1: Warum genau dieser Beruf — nicht „die Branche allgemein". Absatz 2: Warum genau dieser Betrieb — eine konkrete Sache, die du bei ihm gut findest. Absatz 3: Was du mitbringst — ein bis zwei konkrete Stärken mit Beispiel.
Lebenslauf: tabellarisch, 1 Seite, ehrlich
Kontaktdaten, Ausbildungsstand, Praktika mit Zeitraum und Aufgabe, relevante Hobbys. Lücken nicht verschweigen — lieber kurz erklären (1 Satz reicht). Foto ist optional seit 2006; wenn du eins nimmst, dann professionell (nicht Urlaubsbild).
Zeugnisse: die letzten zwei
Das aktuellste Halbjahres- oder Jahreszeugnis plus das davor. Bei mittleren Noten: ein motiviertes Anschreiben und ein Praktikum machen oft mehr Unterschied als der Notendurchschnitt. Viele Betriebe werten Mathe, Deutsch und ein fachnahes Fach — die anderen Noten weniger stark.
Vorstellungsgespräch: Fragen vorbereiten
Erwarte: „Warum dieser Beruf?", „Was weißt du über uns?", „Wo siehst du dich in 5 Jahren?". Dein Trumpf: eigene Fragen stellen. Gute Fragen: Übernahmequote der letzten Jahrgänge, Rotation durch die Abteilungen, Weiterbildungsbudget. Schlechte Fragen: nur Urlaub und Gehalt.
Das erzählt dir im Hochglanzprospekt keiner
Damit du keine bösen Überraschungen erlebst: die typischen Stolpersteine einer Ausbildung — und was du im Vorstellungsgespräch fragen solltest, um sie früh zu erkennen.
Manche Betriebe lassen dich 2 Jahre in der gleichen Abteilung. Frag explizit, wie die Rotation aussieht und ob du in den Bereich kommst, der dich interessiert.
Als Azubi unter 18 Jahre ist Mehrarbeit nur in Ausnahmefällen erlaubt. Ab 18 Jahre gilt die normale Arbeitszeit. Frag, wie mit Überstunden umgegangen wird (Auszahlung, Freizeitausgleich).
„80 % Übernahmequote" heißt: 8 von 10 werden übernommen — nicht „du". Die Auswahl hängt von Leistung, Verhalten, Bedarf im Team. Kläre im 2. Lehrjahr, wie dein Stand ist.
Dein Betrieb darf dich nicht vom Berufsschulunterricht freistellen. Wenn das vorkommt: dokumentieren und mit der IHK sprechen.
Tarifgebundene Betriebe halten sich in der Regel an Verträge, zahlen Zuschläge ehrlich und haben klare Übernahmeregeln. Gewerkschaften (IG Metall, ver.di, IG BAU) bieten Azubi-Mitgliedschaften ab 0 €/Monat als Absicherung.
Bewerbung vorbereiten — in 3 Schritten
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Friseur/-in?+
Was verdient man als Friseur/-in in der Ausbildung?+
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Ausbildung als Friseur/-in?+
Wie hoch ist die Übernahmechance nach der Ausbildung als Friseur/-in?+
Wie bewerbe ich mich auf eine Ausbildungsstelle als Friseur/-in?+
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung als Friseur/-in?+
Ist die Ausbildung als Friseur/-in schwer?+
Woher stammen die Daten?
- Offene Stellen — Deine Traumausbildung-Feed, tagesaktuell, jede Stelle direkt zur Original-Ausschreibung.
- Vergütung — Median aus aktuellen Ausschreibungen, plus IG-Metall-, ver.di- und AVR-Tariftabellen.
- Engpass-Kennzahlen — BA Fachkräfteengpassanalyse 2025 und IAB-Arbeitsmarktberichterstattung.
- Schulabschluss-Mix — Anforderungen aus den aktuellen Ausschreibungen selbst.
Friseur/-in in Stuttgart — wer bildet aktuell aus?
In Stuttgart gibt es 0 offene Ausbildungsplätze als Friseur/-in quer durch alle Betriebsgrößen — vom klassischen Familienbetrieb bis zum internationalen Konzern. Jede Stellenanzeige oben verlinkt direkt zur Original-Ausschreibung des Arbeitgebers.
Was ist das Besondere an Stuttgart für diesen Beruf?
Der Ausbildungsmarkt für Friseur/-in in Stuttgart zeichnet sich aus durch: ein breites Arbeitgeberspektrum, gute Anbindung an Berufsschulen mit spezialisiertem Unterricht, und je nach Branche ein dichtes Netz an Weiterbildungsoptionen (Techniker, Meister, duales Studium).
Vergütung & Übernahme in Stuttgart
Die Ausbildungsvergütung hängt fast ausschließlich vom Tarifvertrag des Betriebs ab, nicht vom Standort — die Spanne in Stuttgart liegt im bundesweiten Rahmen. Tarifgebundene Betriebe zahlen am oberen Ende. Übernahmechancen sind bei Engpassberufen überdurchschnittlich — sprich das Thema im Vorstellungsgespräch aktiv an, viele Betriebe bieten Übernahmegarantien.